BOOX Note Air 5C im Test: Wirklich besser als der Vorgänger?
Willkommen zu einem neuen Test auf guterfund.de. E-Ink Tablets sprießen gerade wie Pilze aus dem Boden, aber BOOX war schon immer der Platzhirsch für alle, die „mehr“ wollen: Mehr Apps, mehr Freiheit, mehr Farbe.
Heute schaue ich mir das BOOX Note Air5 C an. Es tritt die Nachfolge des beliebten Note Air 4C an und verspricht vor allem softwareseitig Besserung. Vorab ein Wort zur Transparenz: Ich habe mir das Gerät genau angesehen, um dir zu sagen, ob sich der Umstieg lohnt oder ob du beim Vorgänger bleiben kannst.
Hinweis: Dieser Bericht enthält Affiliate-Links. Wenn du über diese Links kaufst, erhalten wir eine kleine Provision. Für dich ändert sich der Preis nicht.

Funktionen & Ausstattung: Android 15 trifft auf bekannte Hardware
Fangen wir mit dem Elefanten im Raum an: BOOX hat dem Note Air5 C Android 15 spendiert. Das ist für E-Ink Tablets eine echte Ansage, da viele Konkurrenten noch auf veralteten Versionen hängen. Das bedeutet für dich: Aktuelle Apps aus dem Google Play Store laufen problemlos und sicher.
Unter der Haube setzt BOOX allerdings auf bewährte Technik statt auf große Neuerungen. Angetrieben wird das Tablet weiterhin vom Qualcomm Snapdragon 750G Octacore Prozessor, dem 6 GB RAM zur Seite stehen. Auch beim Speicherplatz gibt es Standardkost: 128 GB interner Speicher sind verbaut. Das reicht für tausende eBooks und PDFs locker aus, zumal du den Speicher glücklicherweise jederzeit per Speicherkarte erweitern kannst.
Das Leistungspaket ist damit identisch zum Vorgänger Note Air 4C. Es ist solide Mittelklasse, die für Notizen und Lesen völlig ausreicht, aber keine neuen Geschwindigkeitsrekorde aufstellt.
Die wichtigsten Eckdaten:
- Display: 10,3 Zoll Kaleido 3 (Farbe: 150 ppi, Schwarz-Weiß: 300 ppi)
- Prozessor & RAM: Snapdragon 750G Octacore + 6 GB RAM
- Speicher: 128 GB (erweiterbar via microSD)
- System: Android 15 mit Google Play Store
- Besonderheit: BSR (Boox Super Refresh) Technologie für weniger Ghosting
Bedienung & Nutzung im Alltag
Wie schlägt sich das Tablet, wenn man wirklich damit arbeiten muss?
Das Display & Schreibgefühl
Hier liefert BOOX wie gewohnt ab. Das Schreibgefühl auf der texturierten Oberfläche ist fantastisch – es kratzt leicht, ähnlich wie Bleistift auf Papier. Durch die verbesserte Ansteuerung wirkt das Scrollen durch Webseiten oder PDFs flüssiger als beim Vorgänger, und das „Ghosting“ (das Durchschimmern alter Seiteninhalte) wurde spürbar reduziert.

Aber: Es bleibt ein Kaleido 3 Display. Das bedeutet, durch die Farbfilterschicht ist der Bildschirm dunkler als bei reinen Schwarz-Weiß-Geräten. In Innenräumen wirst du fast immer die integrierte Hintergrundbeleuchtung brauchen, damit der Kontrast stimmt.
Der Design-Fauxpas
Im Alltag ist mir jedoch eine Sache extrem negativ aufgefallen: Die magnetische Halterung für den Stift. Der Magnet ist stark, ja. Aber wenn der Stift an der Seite andockt, drückt er konstruktionsbedingt fast immer auf die „Leiser“-Taste bzw. „Nach-unten“-Taste. Das ist im Lesemodus extrem nervig, weil man ungewollt blättert oder die Lautstärke verstellt. Ein echter Designfehler.

Zubehör
Positiv ist das neue, optionale Tastatur-Case, das magnetisch andockt. Wer viel tippt, wird das lieben. Allerdings war das alte Case flexibler aufstellbar – hier hat man also Komfort gegen Flexibilität getauscht.
Stärken & Schwächen
Hier kurz und knapp, was mir aufgefallen ist:
- Android 15: Aktuellstes System für maximale App-Kompatibilität.
- Schreibgefühl: Der mitgelieferte EMR-Stift und die Oberfläche harmonieren perfekt.
- Verarbeitung: Das Metallgehäuse wirkt sehr edel und robust.
- Speicher-Option: 128 GB intern plus microSD-Slot bieten viel Platz.
- Weniger Ghosting: Die Darstellung wirkt sauberer als beim Note Air 4C.
- Google Play Store: Du kannst OneNote, Kindle oder deine Mail-App einfach installieren.
- Stift-Halterung: Der Stift löst ständig ungewollt Tasten am Gehäuse aus.
- Display-Helligkeit: Ohne Licht wirkt der Bildschirm durch die Farbschicht grau und dunkel.
- Keine OS-Updates: BOOX ist bekannt dafür, zwar Sicherheitsupdates zu liefern, aber fast nie Versionssprünge (z.B. auf Android 16).
- Hardware-Stillstand: Der Snapdragon 750G ist bewährt, aber nicht mehr taufrisch.
Vergleich & Alternativen
Sollst du das Boox Note Air 5C kaufen? Das kommt darauf an.
- Die günstige Alternative: BOOX Note Air 4C
Da Prozessor (Snapdragon Octacore) und RAM (6 GB) identisch sind, ist der Vorgänger – sofern noch erhältlich und günstiger – oft der klügere Kauf, wenn du auf Android 15 verzichten kannst. - Für Puristen: reMarkable Paper Pro
Wenn du nur schreiben willst und keine Apps brauchst, bietet das reMarkable ein noch besseres Schreibgefühl und weniger Ablenkung, ist aber ein geschlossenes System.
Fazit & Kaufempfehlung
Das BOOX Note Air 5C ist ein hervorragendes Arbeitsgerät für alle, die Dokumente bearbeiten, viel in Farbe markieren und die Freiheit von Android brauchen. Das Upgrade auf Android 15 ist wichtig für die Zukunftssicherheit der Apps, auch wenn die Hardware (Snapdragon 750G, 6GB RAM) stagniert.
Kauf es, wenn: Du ein offenes System suchst, viel mit PDFs arbeitest und ein aktuelles Betriebssystem willst.
Lass es, wenn: Du schon das Note Air 4C besitzt (zu wenig Neuerungen) oder dich Designfehler wie die Stifthalterung schnell auf die Palme bringen.
Das BOOX Note Air5 C kaufen
Hol dir hier das aktuelle Modell mit Android 15:
Oder direkt beim Hersteller:
Wenn du über diese Links kaufst, unterstützen wir unsere Arbeit durch eine kleine Provision. Danke!

